Donnerstag, 1. Juni 2017

Viel zu viel

....ist in den letzten Wochen passiert. Ich konnte mich nicht aufraffen hier zu schreiben. Es tut weh und ist zugleich doch erleichternd.

Der letzte Vorstellungstermin in der Klinik ist nun schon fast drei Monate wieder her.
Knochen soweit durchbaut, also rein in die Vollbelastung.
Dasselbe Spiel wie eh und jeh. Mit dem Unterschied, dass der Schmerz diesmal bleibt. Ich weiss auch genau woran das liegt: an dieser blöden Wundrandnekrose und Pseudarthrose.
Und ich weiss: das bleibt. Dafür kann auch keiner was. Etwas sind die Schmerzen ja zurückgegangen. Zumindest soviel, dass ich mich schonmal draufstellen kann.
Aber nur kurz. Nicht mehr und nicht weniger. Und ich weiss : es wird so bleiben.
Hinzu kommen nun noch meine Zehen, die auch wahnsinnig Schmerzen.
Ich dachte wir wären fertig mit dem rechten Fuß. Irrtum! " Alles was man noch bewegen, kann man auch versteifen!" Zitat meines Operateurs, Ende. Hätte ich eigentlich auch selbst drauf kommen können.
Super.
Frage des Assistenzarztes wann ich wiederkommen soll. Antwort des Operateurs: wenn ich Beschwerden habe. Ähm.. ich hab immer noch Beschwerden. Aber: ich werde nen Teufel tun und jetzt erneut in den OP gehen. "Ich mach jetzt erstmal Sommer..." Aber hinter diesem Galgenhumor stehe ich inzwischen auch nicht mehr. Ich bin fertig. Beide Füße tun weh, mein Versuch mit nur einer Stütze zu laufen und zu hoffen, es wird vielleicht noch ein wenig besser, erweist sich als Irrtum.
Die Schmerzambulanz muss ich loben. Der Doc ist ebenfalls Super und hat mir sofort drei Therapievorschläge gemacht, die ich dankend annahm. Rehamedizin, Schmerzgruppe und Erhöhung der Medikamente.
Endlich! Rehamedizin. Hmm, wer hätte gedacht, dass da die nächste Katastrophe auf mich lauert. Bereits beim ersten Termin hatte ich Blutdruckwerte die weit über Grenznorm rausschossen.
210/120! Nicht der einzige Wert der ausriss. Auch die Langzeitmessung ergab nichts besseres. Wunderbar, also nun folgende Fachärzte zur Abklärung aufsuchen: Kardiologe, Endokrinologie und Nephrologe.
Und noch mehr Tabletten: nämlich die Blutdrucktablette.
Ich wollte mich doch nur bewegen!?
Ach ja, und was machen meine Blutwerte? Sind natürlich auch nicht da, wo sie hingehören sollten.
Entzündungswerte zu hoch (Thrombo-, und Erythrozyten). Woher das wohl kommt...? Haha....
Oh man :(
Noch ein Thema: meine Schuhe mit Abrollhilfe und Sohlenversteifung. Mit denen stand ich letztes Jahr schon auf Kriegsfuß. In meiner Not bin ich zum hiesigen grossen Sanitätshaus in meiner vorigen Klinik gegangen. Tsss, Antrag 6.4. gestellt heute Bewilligung der Krankenkasse erhalten. Vorwarnung also für alle die wissen wollen wie lange sowas dauert. Knapp zwei Monate. Weil ja der Medizinische Dienst auch noch eingeschaltet werden musste.
Puuh, dazu fällt mir auch nichts mehr ein.Schicke bald meine Füße ein,wenn ich was möchte!
Dazu muss ich erwähnen, ich habe noch nie orthopädische Schuhe beantragt. Nun ja....

Nun versuche ich also mal wieder den nächsten OP Termin solange wie möglich rauszuzögern.. Im Moment kann ich mit meiner jetztigen gesundheitlichen und psychischen Verfassung auch in keinen OP. Das können wir getrost vergessen .

Ach, was mir gerade einfällt: Thema Schilddrüse. Jahaa, da war ja auch noch was. Richtig. Rechts ist Gott sei Dank nichts nachgewachsen. Auch konnte nichts bösartiges festgestellt werden. Kein Karzinom und an den Lymphdrüsen auch nichts.
Na wenigstens etwas.
Dafür hab ich eine Knoten an der linken Schilddrüse. War ja klar, dass da noch was kommen musste.
Kopfschüttel.

Nun hab ich hier also Tilidin und Novalgin.  Wenn ich das Tilidin nehme fühle ich mich, als wäre ich einer der nächsten Kneipen hier versackt.

Gestern wieder den ganzen Tag massive Depression gehabt.
Statt Tilidin wäre vielleicht mal ein Antidepressivum angebracht?

Was soll ich sagen?

Mir geht´s nicht besonders. Aber es geht alles weiter. Genau. Wenn ich auch im Moment nicht so genau weiss wie.
Sprüche von Angehörigen wie: "Bringt doch alles eh nix!" helfen mir auch nicht weiter. Die machen mich echt traurig.
Soll die Entzündung etwa weiter im Körper bleiben?
Ich bin so wütend, frustiert, enttäuscht. Keine Ahnung. Es reicht.
Letzte Hoffnung der orthopädische Schuh.
Trotzdem ist mir zum heulen. Die Schmerzen werden bleiben. Vielleicht etwas weniger. Aber sie bleiben, denn die Gelenke sind kaputt.

Jetzt weiss ich warum die Ärzte mich 1987 so komisch angesehen haben


:(

Sonntag, 19. Februar 2017

Umgekrempelt

Ich habe mein Leben umgekrempelt.
Anders: ich habe meine Seele umgekrempelt.
Nun lasse ich meine Wut und Enttäuschung zu. Bisher habe ich dagegen angekämpft und gehofft, es wird wieder alles so wie früher.
Jetzt bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass nichts wie früher wird. Gar nicht werden kann.
Ohne Schmerzmittel geht nichts. Und mir ist es mittlerweile auch egal, ob ein paar Ärzt das "gar-nicht-gut" finden. Sollte nach OP ja eigentlich besser sein/werden. Ist es auch. Reicht aber zum Belasten ohne Schmerzen nicht aus. Keine Ahnung ob das noch kommt. Mich würde mal interessieren ob die Ärzte das überhaupt selbst wissen?
Bin mal gespannt, wie die Reaktion ist, wenn i c h  von mir aus die Tatsachen ausspreche. Damit rechnet ja kaum einer. Obwohl man mich ja nun eine Weile kennt und es so allmählich wissen müsste.
Ach so, mein CRP Wert war wieder runter auf 5,3.
Vielleicht ist es tatsächlich der Erkrankung geschuldet, dass er hüpft wie ein Jo-Jo...

Mein Leben umkrempeln...ja, meine Gedanken, mein Handeln. Schnell irgendwas machen ist sowieso nicht mehr. Daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Und ich habe mir ebenfalls ein dickes Fell gegen die "Interessanten" Bemerkungen von Dritten wachsen lassen. Das brauche ich um mich selbst zu schützen.
Was ich noch brauche ist der Termin in der Schmerzambulanz. Am 26.4. Und das ist schon schnell.
Ich hoffe, dass mir dort geholfen werden kann. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher ob mein Schmerzgedächtnis da schon einen Streich spielt.  Möchte mir darüber auch keinen Kopf mehr zermartern. Das können die Fachleute tun.
Bin gespannt was meine Ärzte dazu sagen werden-zu dem Termin in der Schmerzambulanz.
Den habe ich nämlich selbst gemacht.
Ich sag ja, vielleicht müssen ein paar mal umdenken. Man weiss es nicht. So richtig rücken sie ja mit der Wahrheit nicht raus. Da bleibt mir keine andere Möglichkeit als selbst die Initiative zu ergreifen.
Fakt ist: beide Füße tun weh. Und nicht nur die, die anderen Gelenke auch.
Ohne Schmerzmittel die Schmerzen zu ertragen funktioniert nicht mehr. Daher der Termin in der Schmerzambulanz. In der Hoffnung, dass diese mich richtig einstellt.
Hoffentlich werde ich da nicht auch wieder enttäuscht. Im Moment ist das ja schlimm mit den Enttäuschungen.

Und das Leben geht weiter.
Weil es immer weiter geht.
Irgendwie....

Sonntag, 5. Februar 2017

Ausgeknockt

Oder auch: es wird nicht besser.

CRP wieder gestiegen.
Noch nicht dramatisch, aber ich habe jetzt den Referenzwert  und weiss wann ich damit zur Abklärung in die Klinik muss.
Die letzten zwei Tage war ich nun völlig ausgeknockt. Bettruhe  pur.
Nun rappel ich mich so langsam wieder auf.
Keine Ahnung warum und woher der CRP Wert wieder ansteigt.
Ich bin gespannt was die nächste Blutabnahme ergibt.
Diese wird Donnerstag sein.
Fakt ist, dass der Fuss bei Belastung oder längerem runterhängen wahnsinnig anschwillt.
Ich will ja positiv Denken, auch wenn sich das vielleicht anders liest, aber, wenn ich mir die Reaktion des Fusses so ansehe....
Nun ja, ich bin halt Realist.
Bin gespannt was mein nächster CRP Wert ergibt....

Mittwoch, 1. Februar 2017

5 Wochen

Verbleiben mir bis zum nächsten Kontrolltermin.
5 Wochen in denen ich versuchen darf mich selbst auf die Beine zu stellen.
Eine Woche habe ich fast lethargisch in der Ecke gehangen und versucht die Realität zu begreifen.
Stand jetzt ist: rien ne vas plus.
Nichts geht mehr.
Ich kann nicht laufen. Das ist der Fakt.
Was ich im Moment gar nicht gebrauchen kann, wäre der Spruch ' mach dich nicht verrückt!'
Mach ich nicht, auch wenn es so klingt. Ich bin lediglich Realist.
Und ich mache das Ganze hier schon zu lange um selbst zu ahnen, dass es im Moment nicht gut ausseht.
Aufgeben gilt nicht. Das hatten wir schon. Auch, wenn ich mich im Moment lieber irgendwo eingraben und verstecken würde - und den kompletten Tag heulen könnte.
So sieht's aus.
Aber eigentlich habe ich auch gar keine Zeit mich hängen zu lassen.  Schon wieder ist eine Woche ohne wirklichen Fortschritt vergangen.
Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, bin ich nun seit gestern dabei verschiedene Dinge auszuprobieren die mir vielleicht helfen könnten.

Gestern nun also Besuch einer Sole Therme.
Das tat wirklich gut. Kurzfristig mal kaum bis gar keine Schmerzen. Schade, dass es finanziell nicht gerade ein Schnäppchen ist und auch die Anfahrtsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln in meiner jetzigen Verfassung utopisch ist.

Heute dann Start der MTT in meiner Physo Praxis.
Oder eben auch nicht: mein Fuss ist dermassen angeschwollen, dass erstmal Entstauung an oberster Stelle steht.
Also, wieder keine Bewegung, aber die Lymphdrainage tat schon gut.

Heute nachmittag hatte ich dann die Faxen ernsthaft dicke und habe ein  paar mails rausgejagt: eine an meinen niedergelassenen Chirurgen und eine an die Schmerzambulanz der Klinik. Wohlwissend, dass letzteres mit einem Termin dauern kann. Was sehr schade in meiner jetzigen Verfassung ist, aber nun gut.
Ich habe bisher keine Schmerztherapie, aber nun muss ich gestehen ich brauche Hilfe, ich packe das nicht alleine.
Ich dröhne mich mit Schmerzmittel zu, obwohl das mein größter Dorn im Auge ist. Ich schlafe nachts nicht gut und wenn, träume ich wahnsinnig schlecht.
Und diese wahnsinnigen Dauerschmerzen, die ja eigentlich nach der Op besser sein sollten, rauben mir den letzten Nerv!

Da ist noch mehr, aber die Nachtmedikation verhindert zunehmend das klare Denken.

Wer auch immer hier mitliest, und sei es auch einer meiner Ärzte, ich werde nicht aufgeben, aber es ist gerade verd... schwierig ! Und Kraftraubend. Ich packe das, aber vermutlich nicht alleine.
Und, wer jetzt auf den Gedanken kommt, ich könnte meine Familie oder meinen Partner damit "zumüllen", das ist wahrlich keine Option die ich auch nur annähernd in Erwägung ziehe.
Meine Partner arbeitet im Rettungsdienst.  Das letzte was er nach Feierabend braucht, ist meine Krankengeschichte.

So schließe ich für heute meine  Blog  und hoffe auf irgendwelche positive neue Nachrichten, die irgendwie Licht in das Dunkel bringen.

Bis dahin

Bleibt oder werdet gesund :x


Sonntag, 29. Januar 2017

Fertig mit den Nerven

Ich hatte mich so auf den letzten Kontrolltermin gefreut.
Es fühlte sich alles so gut an und ich war mir sicher ich kann mit der Vollbelastung starten.
Mir war auch klar, dass es vielleicht schmerzen würde. Schließlich stand ich Ewigkeiten nicht voll auf dem Fuss.
Aber d a s  jetzt hatte ich nicht erwartet.
Meine Güte schmerzt das! In der Intensität habe ich das nicht erwartet.
Ehrlich gestanden macht mich das fertig.
Ich spare mir das wiederkehrende Gefloskel, was man ja weiss und kennt, wenn man anfängt zu belasten.
Mein Kopf ist voll und meine Nerven fertig. Da geht nichts mehr.
Und doch muss es ja weitergehen.
Weitere 6 Wochen im Vacoped. Und nur soweit belasten, dass es nicht weh tut.
Ich mag es ja gar nicht schreiben : und was ist, wenn es in 6 Wochen nicht besser ist?
Richtig, das hatten wir alles schon.
Es wiederholt sich.
Was ist hier eigentlich los?
Nun, zumindest ist die Stelle mit der Wundrandnekrose jetzt endlich besser.
Dafür ist der korrigierte Zeh in der Heilung langsamer.
Na toll!
Irgendwas ist immer oder was?!
:(
Ich bin schon wieder so endlos wütend und frustiert.  Das gibt es doch alles gar nicht!
Und wieder hoffen, dass es in den nächsten 6 Wochen noch besser wird.
Mittlerweile habe ich schon ernsthaft an einen Schmerztherapeuten gedacht. Obwohl ich doch genau weiss, was zu tun ist.
Heulen werde ich auch mit Schmerztherapie. Und wie ich mich verhalten sollte weiss ich eigentlich auch.
Wenn es nur mal so einfach umzusetzen wäre. Das sagt sich so leicht.

Das nächste was ich jetzt schreibe, soll kein Angriff gegen meine Ärzte sein. Die machen einen Super Job, aber, sie sind auch"nur " Menschen.
Ich gewinne langsam den Eindruck, dass sie mit ihrem "Latein" allmählich auch am Ende sind.
Scheint schwierig zu sein.
Ich hab es schon mal vor geraumer Zeit geschrieben : ich mag Verschweigen oder auch nur die Hälfte der Wahrheit sagen gar nicht.
Zumindest, wenn ich doch eh ahne wohin das Ganze führt.
Offensichtlich darf hier manches seitens der Ärzte nicht zum Patienten gesagt werden, um den Heilungsverlauf nicht zu gefährden?
Kann das sein???
Also, ich kann das verstehen, aber jeder Patient ist doch unterschiedlich.
Merkt man denn nicht, welchem Patienten  man offen gegenüber sein kann und welchem nicht?
Hier will ich jetzt niemanden meiner Ärzte unterstellen, dass sie mir gegenüber unehrlich sind oder etwas verschweigen.
Aber ich habe das Gefühl, dass noch eine Tatsache zurückgehalten wird.
Vielleicht kennt der ein oder andere das ja auch.
Ich kann das aber nicht persönlich sagen, oder konnte noch nicht. Habe die Hoffnung es klärt sich noch auf.
Ja, ganz speziell ist da aktuell die Sache mit der Röntgenaufnahme des linken Fusses.
Offensichtlich benötigt die Doktorandin eben diese für ihre Arbeit.
Nun, wenn wir diese schon haben, hätte ich ganz gerne mal gewusst, wie der linke Fuß aktuell aussieht.
Ich kann mir es eh schon denken. Gut bestimmt nicht.
Mir auch klar, dass wir erstmal schauen müssen, dass wir den rechten in Ordnung bringen.
Habe ja auch gar nicht verlangt, dass wir den linken jetzt machen. Sehr "witzig" wer sowas von mir denkt! Mir selbstverständlich klar, dass das nicht möglich ist.
Ist auch gar nicht mein Ansinnen.
Ganz offen wollte ich lediglich wissen ob meine Vermutung richtig ist, dass der Fuß schlecht aussieht.
Nicht mehr und nicht weniger.
Und ich werde und habe auch von niemandem verlangt, dass er mir sagt wann mein rechter Fuss wieder ok ist.
Blödsinn! Das ist ja  völlig utopisch.
Aber mir zu sagen, wie es aktuell aussieht, dass ist ja nicht zuviel verlangt.
Ja, ich weiss, das wurde schon gesagt für den rechten.
Nicht aber, was passiert, wenn der große Zeh nicht durchbaut wird. Sowas  wüsste ich gerne.
So hoffe ich, dass ich in 6 Wochen schlauer  bin.
Die Unwissenheit zehrt mehr an meinen Nerven, als die Wahrheit! !!!!!
Das War schon immer so und wird  auch immer so bleibe.
Und ja: ich kann auch mit schlechten Nachrichten umghen.

Das musste ich jetzt mal loswerden.
Und wenn der ein oder andere auch in der Situation War, dann weiss er was ich meine.

Nun, werde ich erstmal schließen für heute und euch weiter berichten wie es mit den Schmerzen, der Schwellung und meiner Psyche weitergeht.


Bis dann bleibt oder werdet gesund !


Donnerstag, 12. Januar 2017

Frohes Neues

Allen zusammen noch ein gesundes neues Jahr 2017!

Seit Wochen überlege ich, wie ich das erlebte in Worte fasse und ob ich es überhaupt aufschreiben.
Doch je länger ich darüber nachdenke und je länger die Enttäuschung in mir schwelt, desto mehr weiß ich, dass ich doch darüber schreiben muss.
Ich habe lange überlegt wo fange ich an und wo höre ich auf.
Und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich alles aufschreiben werde. Auch, wenn meine Gefühle und der Frust wieder hochkommen werden.

Gehen wir zurück zum 2.11.
Nachdem ich also die Nacht vor der Op zu Hause verbracht habe, bin ich in aller Frühe mit der Bahn, an Stützen laufend und natürlich wieder mit meinem ganzen Gepäck in die Klinik gefahren.
Stationäre Aufnahme musste auch wieder sein, aber da ich die erste an dem Morgen war, musste ich nicht lange warten.
Auf der Station angekommen musste ich feststellen, dass es immer noch kein Bett für mich gab. Toll!
Och, ist ja nur eine 4 Stunden Op. Was soll es, da kann man ja mal locker und geschmeidig auf unbequemen Stühlen warten bis man dran ist.
Das beruhigt einen ungemein!
So wunderte es mich dann auch nicht, dass ich das Op Hemd im Patienten Bad anziehen durfte.
Übrigens : immer noch kein Bett!
Also frierend auf ein Bett warten.
Hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich gleich operiert werden sollte?!

In der Op Schleuse dann erneute Diskussion um die Narkose.
Ich vertraue n a t ü r l i c h  voll und ganz der Anästhesie.  Kenne ich mich damit aus? Muss ich mich da jetzt auch noch einlesen?!
Wohl eher nicht!
Also fragt die Anästhesie mal eben im Op beim Operateur nach und holt sich grünes Licht für die Spinalanästhesie.
Soweit so gut.
Da ich bei der letzten  Op etwas leichtes zum Schlafen bekommen hatte, wählte ich das so auch diesmal wieder.

Bis hierhin alles o.K.

Und dann bin ich während der Op hellwach und merke, dass irgendetwas nicht stimmt.
Es dauert nicht lange bis mir bewusst wird, dass ich am Fuß etwas merke!
Oh nein!
Was ist das jetzt? Einbildung?
Nach kurzer Überlegung beschließe ich meinen Fuß zu bewegen. Sollte meine Vermutung sich als richtig erweisen, könnte es seitens des Operateurs eine Reaktion geben.
Obwohl ich damals gelernt habe, dass er sich, zum Schutz des Patienten, das nicht anmerken lassen wird.
"Zappeln Sie nicht so..."
Die Reaktion kam prompt von der Operateur Seite und ich wäre am liebsten aufgestanden und gegangen.
Ach du Schande! Das konnte ja jetzt wohl nicht wahr sein?!
Doch, War es aber leider .
Offensichtlich War er schon bei den Nähten. Ich konnte jeden einzelnen Stich spüren.
Was ich jetzt gebraucht hätte, wäre ein bisschen Zuspruch der Anästhesie.
Ich denke, das kann wohl jeder nachvollziehen.  Schließlich hat man Angst und es schmerzt auch ordentlich.
Stattdessen kommt die Anästhesie an meinen Kopf und sagt zu mir: " Soviel Medikation wie wir jetzt gegeben haben, hätten wir auch eine Vollnarkose machen können!"
???????!!!!!!?????
Nicht ihr Ernst,  oder?! Was soll so eine unqualifizierte Äußerung?  Völlig unangebracht in dem Moment.
Statt sich etwas zu überlegen, dass ich das Nähen ohne Betäubung irgendwie überstehe, muss ich mir sowie anhören?
Das War es dann auch meinerseits.
Erstens War mir schon vor Op alles zuviel.
Diese Erkrankung k... mich an, meine psychische Verfassung der Vergangenheit kann man hier lesen,
Und dann sowas?!
Normalerweise reiße ich mich so gut es geht zusammen.  Aber damit ist jetzt Schluss!
Wie mir scheint, wirke ich auf einige nach aussen total stark und gefestigt.
Und nun platzt mir endgültig der "Kragen" und ich kann euch mitteilen, dass ist mitnichten der Fall!
Wo auch immer diese Annahme, Illusion, das Wunschdenken herrührt, lasst euch sagen, dass es falsch ist! Meine Fassade ist gebröckelt und eingestürzt und auch keine Momentaufnahme.  Die Op ist bereits am 2.11. Gewesen und ich fühle immer noch genauso und es hat sich nichts, aber auch gar nichts geändert.
Ihr solltet mal lieber vorsichtig sein, dass ihr nicht noch weiter geht und ich vollends ausraste!!! :(

Zurück zur Op bedeutete das nun, ich fing hemmungslos zu weinen an. Was da alles an Gefühlen auf mich einstürmte...
Ich fühlte mich wie ein frisches Polytrauma nach schwerem VU.
Tsss, unglaublich.
Irgendwer hat dann mal irgendwie die Schmerzmittel erhöht.
Meine Frage, wie lange mein Operateur noch nähen würde wurde auch erst nicht beantwortet.
Da mir eh schon alles wurscht war, ließ ich dann auch alle "Hüllen" fallen." Wisst ihr was?! Ich habe echt die Schnauze gestrichen voll! Ich hab auch so genug Probleme und jetzt fangt ihr auch noch an"

Da bahnte sich doch tatsächlich ein Desaster an.
Nun, da musste ich jetzt irgendwie durch. Logisch.
Wenigstens erfuhr ich dann doch noch,  wie lange das Nähen noch dauern würde: eine Stunde!
Was für eine "Hausnummer".
Ich musste mir also eine Strategie überlegen wie ich die Schmerzen bei jedem Stich ertrug ohne an die Zeit zu denken.
Die Anästhesie erschien wieder an meinem Kopf.
Demonstrativ drehte ich den Kopf weg.
Ich w o l l t e  partout nicht mehr mit ihr reden.  Ich War immer noch am Weinen.
"Viele Patienten haben Angst vor Vollnarkose. Soll ich Sie nicht doch noch schlafen legen?...."
Konnte diese Person jetzt mal die Klappe halten?! Es War ja nicht mehr auszuhalten.
Was sollte ich denn für 10 Minuten mit einer Vollnarkose? !?!
"Sie brauchen mir keine Vollnarkose zu erklären, ich weiß darüber Bescheid! Und im übrigen kann es ja wohl nicht Ihr Ernst sein, mir sowas während laufend Op zu erzählen? !"
So, jetzt wo es raus.
Besser ging es mir trotzdem nicht.
"Das War doch gar nicht so gemeint...!"

Ach, nein?!
Dann würde ich erstmal überlegen und dann reden.

Dann überschnitten sich die Ereignisse.
Irgendwie muss mir Schmerzmittel im Schuss zugeführt worden sein. Die Schmerzen waren irgendwann weg, dafür mir speiübel.
Ich erinnere mich, dass ich samt MonitorIng auf dem Op Tisch s a s s und nach einer Nierenschale verlangte.
Keine griffbereit!
Konnte der Wahnsinn jetzt mal aufhören?
Dann wirkten die Medikamente und ich bekam die
Augen nicht mehr auf.
Bisschen Überwachung auf der Wachstation und dann ausschlafen auf der Station.

Wenn mich jetzt nochmal jemand fragt ob ich auf die Anästhesie immer noch sauer bin, dann vergesse ich mich.
Sicher, sowas sollte nicht, kann aber passieren.
Nur, die Reaktionen habe ich mir ganz anders vorgestellt.
Ich muss noch ein paar Mal in den Op.
Toll. Mein Vertrauen ist nun wieder im A....!
Tja, vielen Dank auch!
Und, wenn nochmal jemand sagt, ich soll mich da nicht so reinsteigern oder den Vorfall vergessen, dann raste ich aus!
Jetzt ist Schluss!
Wenigstens eine Entschuldigung hätte ich erwartet.
Ich bin wirklich frustiert, enttäuscht und zutiefst verletzt.
Für mich War das ein echtes Trauma.
Wie soll ich mich da in Zukunft blind verlassen können?
Also, wer das nicht versteht.... ich weiß auch nicht.


Meinem Fuß geht es übrigens besser.
Mal schauen was das CT ergeben wird.
Nächster Kontrolltermin in der Klinik am 26.01.

Und auch, wenn es einigen nicht passen wird: mein linker Fuß tut ebenfalls massig weh.
Ja, ich weiss, wir müssen erst den rechten frtig machen.
Schon klar, aber wir müssen auch über die anderen Gelenke reden.


So, nun wünsche ich euch noch was.
Ich werde in den nächsten Tagen noch ein paar Fotos einstellen.

Bis dahin bleibt oder werdet gesund

:x