Montag, 20. August 2018

Tagesklinik/Tag 29

Und täglich grüßt das Murmeltier...!
Oder besser: mangelnde Kommunikation und Organisation!
Wie ich d a s  hasse!!!!
Das scheint sich quer durch mein Leben zu ziehen.
Kritisch wird es dann, wenn es dort passiert wo man sich eigentlich der Hilfe todsicher ist und sein vollstes Vertrauen reinsteckt.
Und: Bämm!
Wieder einmal vera....t!
Sensationell!
Chapeau.👏 *Vorsicht Ironie*
Ich bin begeistert.😡
Und es dann versucht noch mit Humor zu spicken.
Aber, leider an der falschen Stelle.
Sarkasmus?
Mag sein.
Aber man sollte schon vorsichtig sein, wem man den entgegenbringt.
Sorry, liebe Leute, aber  i c h  bin in meiner momentanen Verfassung für sowas gar nicht zu haben.
Man sollte sich schon gut überlegen ob man bei dem einen oder anderen nicht etwas zu weit geht und sich dann in einer prikären Lage wiederfindet?!?

Bin wirklich kurz vor´m Verzweifeln und weiss nicht ob ich das s o  lange aushalte.
Muss erst etwas passieren, damit es mein tatsächliches Befinden nachdrücklich unterstreicht?
Kann ja nicht wirklich gewollt sein ?!

In diesem Sinne, ziehe ich (im wahrsten Sinne) meine Bettdecke über den Kopf und hoffe, dass es besser wird.


...

Sonntag, 19. August 2018

Ausgepowert

Gestern morgen habe ich mich im MTT ausgepowert, mich kurz etwas besser gefühlt und war dann doch wieder kurz vor´m Weinen.
Ich schiebe das jetzt wirklich darauf, dass wir ein sensibles Thema wieder vorgeholt haben und damit arbeiten.
Ich möchte ja auch daran arbeiten, dass es mir besser geht.
Frage mich gerade, wo Freitag eigentlich meine Kämpfernatur war und  meine Stabilität?
War es doch etwas zuviel?
Da ich von meiner eigenen Reaktion doch ziemlich entnervt bin und war, habe ich mich gestern Nachmittag etwas abgelenkt.
Bei der freiwilligen Feuerwehr gab es eine Veranstaltung, zu der ich eingeladen war, und das war eine willkommene Abwechslung.
Ablenkung hat gut funktioniert- Gott sei Dank - und ich bin sogar etwas stolz auf mich, denn ich habe mich auf die 30m hohe Drehleiter gewagt 😃

Nun bin ich aber auch ausgepowert und dieser Tag steht ganz im Zeichen Regeneration.
Hier passiert von meiner Seite heute nicht mehr viel.

Morgen geht´s dann wieder in der Tagesklinik weiter und ich hoffe inständig, dass ich für die kommenden Wochen für mich einen Weg finde, dass mich alles nicht so sehr runterzieht.


Ich wünsche euch noch einen schönen Restsonntag 🌞

Bleibt oder werdet gesund 😘

Freitag, 17. August 2018

Tagesklinik/Tag 26

So.
Nun ist es heute also passiert.
Ich habe "es" heute nachmittag, zum Wochenabschluss, gesagt:
Ich kann nicht mehr. Mir geht´s gar nicht gut.
Und ja, das hatten wir letzte Woche schon.
Und nochmal ja, ich habe Beruhigungstabletten.
Was aber eine geringe Dosis ist.
Und ja: mir fiel es wirklich schwer das Gespräch zu suchen.

Und jetzt?

Nachdem ich zu Hause war fuhren meine Gedanken Karrussell.
Mir geht´s inzwischen soweit wieder "gut". Naja, sagen wir mal: besser.
Ich habe auf dieses Gefühlschaos jetzt absolut keine Lust.
Werde mir nun igendwas suchen, was mich ablenkt.

Morgen Medizinische Trainingstherapie.
Mal schauen ob das auspowern hilft.

Und nein, ich denke nicht daran die Therapie abzubrechen.
Mich haben lediglich meine eigenen Gefühle überrannt.

Aber, ich werde mir jetzt was überlegen, dass es mir nicht zum 3. Mal passiert.
Muss ja irgendwie möglich sein.


In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende.


Bleibt oder werdet gesund 😘

Donnerstag, 16. August 2018

Flashbacks

Heute mal keine Tagesklinik. Dafür Alltagsdinge erledigen.
Meine neuen orthopädischen Schuhe abholen (ich find sie genial! 😁)

Eigentlich Hausschuhe, aber bei den sommerlichen Temperaturen prima für draussen geeignet.

Und hier ein paar Eindrücke vom "Annateich". Ich hatte noch Zeit bis zum Abholtermin der Schuhe, also einmal zum See.....aber......























was so wunderschön aussieht und bei mir eigentlich gute Laune auslösen sollte.....ratet mal...richtig: mir geht´s hundeelend.
Und ein Flashback jagte das nächste. Bei Nr. 17 hab ich dann aufgehört zu zählen.
Hintergrund ist der: ganz in der Nähe ist das Krankenhaus wo ich die ersten Jahre operiert wurde.
Aber auch ohne Op dort, wäre es mir nicht gutgegangen.
Ich habe keine Ahnung, warum es mir trotz  Beruhigungsmittel so schlecht geht.
 Obwohl, halt...wenn ich nochmal nachdenke...die Spannungszustände sind etwas besser geworden. Zittern tu ich nicht mehr so stark.
Dafür hab ich offensichtlich eine waschechte Depression. Aber nicht nur etwas, sondern mal so richtig. Die merke ich jetzt umso mehr. Auch damit hatte ich gerechnet, aber nicht, dass mich auch diese fast lähmt.
Doch, wenn ich mal ehrlich zu mir selbst bin, hatte ich die in der Vergangenheit schon öfter. So schlimm wie im Moment, ist es jedoch schon etwas her.
Und morgen ist Freitag und danach kommt das Wochenende.
Oha!
Ganz ehrlich? 
Wenn es mir morgen immer noch so schlecht geht, dann werde ich das ansprechen. Ich möchte das wirklich nicht das ganze Wochenende aushalten müssen.
Alleine bin ich auch mal wieder...man hat so das Gefühl die bessere Hälfte ist nur noch unterwegs....

Manchmal denke ich ganz leise, ich ziehe es an immer wieder verletzt zu werden.
Dabei bin ich doch schon mein halbes Leben verletzt worden.
Immer wieder aufgestanden.
Meine große Liebe gefunden, die mich bedingungslos aufgefangen hat, in deren Armen ich eingeschlafen und aufgewacht bin, mein Seelenverwandter.... und  
die ich selbst kaputt gemacht habe.😢

Was soll ich schreiben?
Ich glaube ich bin an einem Punkt angekommen, wo es mir verdammt schwerfällt weiterzumachen.
Ja, ich weiss, dass es zu schaffen ist. Das ich es schaffen muss.
Aber ich weiß nicht mehr wirklich wie



Johannes Oerding - Wenn du lebst (Videoclip)

Dienstag, 14. August 2018

Tagesklinik/Tag 23

Was für ein Tag!!! 
(Und er ist noch nicht mal zu Ende...)
Das ging heute Nacht schon los. Ständig drehte ich mich im Bett um, weil ich aufgrund immenser Schmerzen nicht wusste, wie ich liegen sollte.
Als es anfing zu dämmern wurde ich von Unruhe und Übelkeit wach.
Och, nö! Ich war so glücklich, dass ich gestern Abend relativ ruhig war und nun das!
Morgens um 6 Uhr ist das wirklich nicht die richtige Uhrzeit um sowas auszuhalten.
Aber es half alles nichts: es wurde nicht besser.
Also stand ich auf und begann meinen Tag mit dem "Notfallkoffer" und sämtlichen "Skills" die mir um die Uhrzeit einfielen.

Z.K.! (Zum K....!!!)

Mir ging es richtig schlecht.
An Frühstück war gar nicht erst zu denken, so schlecht wie mir war. Und das, wo ich ohne Frühstück eigentlich nie aus dem Haus gehe!
Aus diesem Grund Frühstück vorbereitet und mitgenommen.
Rein in die Bahn und im Fahrtverlauf fast erschlagen von den vielen Menschen. Wenigstens hatte ich einen Sitzplatz. Trotzdem hatte ich das Gefühl zu ersticken. So viele Menschen konnte ich heute überhaupt nicht gebrauchen.
Ich war heilfroh, dass, das erste, was heute Morgen in der Tagesklinik anlag, "Achtsamkeit" war.
Das war für mich allerdings alles andere als leicht, so bescheiden wie es mir ging.
Ich hatte Mühe in die Übung "reinzukommen". Jedoch, es klappte schlussendlich: ich hatte mich tatsächlich etwas heruntergefahren.
Puh! Gott sein Dank, denn als nächtes stand ein Einzelgespräch mit dem Psychologen an.
Mir war fast klar, dass ich im Verlauf des Gespräches wieder an meine Grenzen stossen würde.
Und richtig. Mal wieder ging es um Emotionen.
Das macht mich richtig fertig, denn ich habe nie gelernt richtig meine Emotionen einzusetzen.
Als Kind wurde ich geschlagen und, wenn ich dann weinte gab es noch mehr Schläge.
Ein ernstes, sehr ernstes Thema.
Nach diesem Gespräch musste ich erstmal an die frische Luft. Kopf frei bekommen. Hat auch funktioniert, leider bekam ich auf dem Rückweg eine halbe Panikattacke.
Zum Abschluss des heutigen Tages war dann die Visite an der Reihe und die wirkt gerade immer noch bei mir nach.

Meine ganze Wut und aufgestauter Frust entluden sich auf einmal. Meine Hände zitterten und tief im Inneren wusste ich , dass ich eigentlich anders reagieren sollte.
Eigentlich.
Habe ich aber nicht. 
Ist es nicht genau das, warum ich in der Tagesklinik bin und woran ich arbeiten muss?
Aber das gesagte ist gesagt und ändern kann ich es jetzt nicht mehr. In dem Moment war es mir auch wirklich egal. Das aufgestaute brauchte ein Ventil, musste raus. Und als es das war, bekam ich sofort wieder mein schlechtes Gewissen.
Allerdings war ich immer noch wie paralysiert.
Auf dem Weg zur Bahn stellte ich dann fest, dass die Straßenbahn nicht regelmäßig fuhr, bzw. aufgrund einer Störung gar nicht fuhr.
Das war definitiv zu viel!
Nachdem ich 5 Min an der Haltestelle ausgeharrt hatte, während die Menschenmasse immer mehr wurde, beschloss ich meinen Mann anzurufen.
Und, ich hatte Glück: heute war er ausnahmsweise mit dem Auto und konnte mich abholen.

Wie schön! 😍😘



Und nun sitze ich hier, lasse den Tag Revue passieren und fühle mich, ehrlich gesagt, richtig schlecht., wegen meines Wutausbruches vorhin.
Der, meiner Meinung  nach, gerechtfertigt war, aber ich habe so das dunkle Gefühl ich bin wieder Menschen angegangen, die schon alles für mich getan haben und überhaupt nichts dafür konnten.
Mist!
Traurig.
Nun ja...Ändern kann ich es jetzt eh nicht mehr. Ich hoffe, dass die betreffenden Personen richtig damit umgehen können.
Sind ja schliesslich Fachleute.
Trotzdem tut es mir igendwie leid mal wieder nicht die richtige Tonwahl getroffen zu haben und hoffe, ich kann darüber nochmal reden und erklären was ich wie gemeint habe.

Bin immer noch relativ ruhig. Zu ruhig, schon fast lethargisch.
Ist mir auch alles zuviel gerade.
'Werde mich jetzt ' ne Auszeit gönnen und hoffe morgen wird alles besser....