Sonntag, 4. März 2012

Geduld ist alles

Mein letzter Kontrolltermin in der Klinik war kurz: es heilt!
Röntgenbild war auch o.K. und mein Fuss sieht soweit auch o.K. aus.
Die Schmerzen sind, im Vergleich zu letztem Jahr wesentlich geringer, aber doch noch präsent.
Das ganze ist doch ein Geduldspiel, vor allem weil ich ja noch den rechten Fuss vor mir habe.
Manchmal stosse ich jedoch echt an meine Grenzen und möchte diesen Vacoped einfach in die Ecke stellen und einfach mal loslaufen.

Seit 24.2. arbeite ich auch wieder, aber das geht nur, weil ich einen Bürojob habe und mein Bein auf eine vom Arbeitgeber gestellte Fussbank legen kann (Teilhabe am Arbeitsleben).
Aber es ist ganz schön anstrengend, die ganze Zeit an den Stützen und mit dem nicht kleinen Vacoped-Schuh.
Und im Bus immer schön aufpassen, dass man nicht stürzt.
Diejenigen, die auf einem Schwerbehinderten Platz sitzen und einfach nicht begreifen wollen, dass jemand, der an Stützen läuft, den Platz nötiger hat...

Bin mitten in der Belastungssteigerung, Knöchel hat nach wie vor an der gleichen Stelle eine dicke Schwellung.
Ich bin echt am resignieren.
Scheint so, dass das wohl so bleibt?!
Mag dem Operateur mein Fuss schon gar nicht mehr zeigen, nichts mehr sagen.
Warum wird das nicht besser?

Ich weiss es nicht.
Was soll ich sagen?
Frustration macht sich breit.
Was soll er mir antworten?
Dafür kann er ja auch nichts. Und irgendwo sind einfach Grenzen. Scheint so, als hätte ich diese erreicht.

Schwer, das zu akzeptieren.....
Und es nimmt kein Ende.....Habe irgendwie überhaupt keine Lust mehr...........

Sonntag, 12. Februar 2012

Das kann ja heiter werden!

Nun ist das eingetreten was ich befürchtet habe: ich kann kaum noch mit dem rechten Fuss auftreten!
Wenn die Schmerzen noch mehr werden, dann kippt auch meine Stimmung wieder. Das ist keine Panikmache, sondern Realität, denn vorgestern hatte ich immense Schmerzen im rechten Gelenk.
Ich frage mich manchmal, wie das Leute mit zwei gebrochenen Beinen machen??? Wie laufen diese Menschen eigentlich bzw. beginnen wieder zu laufen? Irgendwie wird das natürlich sicherlich gehen, muss ja, aber dieser Gedanken kam mir bei der Situation.

Wieder eine Spritze zur Schmerzlinderung? Da war doch letztesmal schon das Problem der freien Gelenkkörper.
Und jetzt? Zähne zusammenbeissen? Einfach Tabletten schlucken und Schmerzen aushalten?

Ich habe keine Ahnung.
Mir ist schon ganz flau im Magen, wenn ich daran denke, den Ärzten in knapp zwei Wochen sagen zu müssen:
Der rechte Fuss tut mehr weh, als der operierte linke!


Am liebsten würde ich es verschweigen....aber das führt ja zu nix......


Oha, das kann ja heiter werden...!




Freitag, 10. Februar 2012

Rechts

Seit heute mittag hat sich mein rechtes Gelenk "verabschiedet" :´-(
Auch das noch! Nun blockiert es nur noch und knackt lautstark!
Was für ein" Spass!!!"  :-(((

Am liebsten würde ich auf dem linken Gelenk umgehend belasten, damit ich den rechten entlasten kann.
Aber ich darf ja noch nicht! Aaaah!


Und nun?

Fragt mich nicht, ich habe keine Ahnung was nun.
In zwei Wochen habe ich Kontrolltermin in der Klinik. Wohl oder übel muss ich das dort erwähnen.
Wahrscheinlich wird es wieder auf eine Spritze hinauslaufen. Eine andere Alternative fällt mir jedenfalls nicht ein.
Ich darf gar nicht dran denken, wielange ich mit den Schmerzen jetzt noch rumlaufen muss, bis es endlich operiert werden kann..... :-o

Montag, 6. Februar 2012

Lebenszeichen

Nun mal eine kurze Meldung von mir. Es geht mir ganz gut, die Schmerzen im linken Sprunggelenk sind fast verschwunden, aber im Moment darf ich ja auch noch nicht voll belasten.
Bin gespannt, wie es sich entwickelt, wenn ich wieder voll drauf laufen darf. Aber das dauert noch ein Weilchen.

Ansonsten erhole ich mich von den Ereignissen der letzten Monate, das hängt mir doch ganz schön nach.
Nebenbei befinde ich mich ausserdem im Umzugsstress, was sein muss, da ich die drei Etagen ohne Fahrstuhl nicht mehr so wirklich gut laufen konnte.
Jetzt geht es ins EG und ich freue mich schon auf das neue Domizil.

Was gibt es sonst noch?
Meine eine Narbe beobachte ich nach wie vor kritisch. Es ist hart und dick darunter und ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Ich habe keine Ahnung ob das evtl. Narbengewebe oder was anderes ist.

Am 23.2. habe ich den nächsten Kontrolltermin in der Klinik.
Da werde ich Neues berichten können.

Was macht mein rechtes Sprunggelenk? Ich "quäle" mich nun damit herum. Inzwischen blockiert und knackt es nur noch :-(
Hoffe also, dass der linke so gut und schnell wie möglich heilt, damit wir den rechten behandeln können...
Aber meiner Psyche geht es wieder besser, etwas zumindest.

Soweit der momentane Sachstand...

Bis demnächst,

keepsmile

:-)




Samstag, 21. Januar 2012

Im Zweifel

Gestern abend fing plötzlich eine andere Narbe an etwas zu nässen!
Was zum.....ist das denn jetzt?!
Die grosse Frage war nun: in die Klinik zum draufschauen? Es ist ja nicht so, dass man sofort drankäme, wenn man dorthin fährt. Ausserdem müssten erste drei Etagen bewältigt werden, diese auch wieder hoch....da überlegt man schon genau und wägt ab welche Entscheidung die Richtige ist.
Viel ist da nicht im Pflaster gewesen. Also no panic, sonst wäre ich schon längst in der Klinik gewesen.
Aber es ist schon merkwürdig, dass die Narbe offensichtlich doch noch nicht zu ist und mit einem Mal wieder Flüssigkeit austritt???
So kann ich Montag jedenfalls nicht zum Fäden ziehen.
Damit ich also keinen Fehler mache, war heute netterweise eine befreundete Krankenschwester hier und
hat einen Blick auf das ganze geworfen.
Soweit sieht das alles ganz gut aus, aber Fäden ziehen ist im Moment wohl nicht so eine gute Idee.
Also neuer Verband drum und einen Blick auf die Wunden ob alles zu bleibt.
Ich hab ein ganz merkwürdiges Bauchgefühl dabei und hoffe, dass alles gutgeht.
Wird halt nicht einfacher mit jedem Eingriff.....

Donnerstag, 19. Januar 2012

Geschafft

Die nächste Op hinter mich gebracht (leider nicht die letzte :-( )Habe alles soweit ganz gut überstanden, sogar die Spinalanästhesie hat geklappt :-)
Leider war ich wieder etwas länger, als geplant, in der Klinik: eine neue Wunde wollte sich nicht schliessen.
Mittlerweile bin ich wieder zu Hause, die Wunde ist zu, aber darunter ist es noch hart. Fragt mich mal, was das nun wieder ist ?!
Eine Fettgewebsnekrose, Bluterguss? Ich bin gespannt was die Zukunft bringt. Montag ist Fäden ziehen angesagt und da bin ich mal gespannt ob das ganze auch zu bleibt :-o
Dann macht mir noch Gedanken, die etwas längere Schraube. (Röntgenbilder stelle ich demnächst ein)
Könnte sein, dass sie mich beim Belasten stören wird. Noch darf ich ja nicht mit Belasten anfangen, aber ab und an schweifen meine Gedanken schon mal dahin ab, was ist, wenn sie beim Laufen stört?Nun ja, da ich einfach bekanntlich nicht kann musste ich, naturellement, nochmal ein paar Hindernisse einbauen :-)=)

Damit mir der Schreibstoff für diesen blog nicht ausgeht :-p

In den Vacosplint habe ich diesmal nach der Op nicht hereingepasst: der Verband war zu dick!

Die Anästhesie hat auch mal wieder versucht ihre Zugänge zu legen.... erst links....

Aua...dabei habe ich so schöne Venen....:´-(



und dann rechts


Bei rechts blieb es dann auch, allerdings störte das "Gebamsel" nach dem Eingriff ziemlich...


....meine tägliche Ration an "Smarties"....*lol*-zum Schluß konnte ich nichts mehr schlucken.........

Yipppieh, es geht aufwärts: einmal dicken, fetten Verband gegen kleineren tauschen....



Aber.......................................................


 was ist das?????!!!!!




 Richtig: die Wunde ist nicht zu!

Et voilá´: der Verband ist wieder daaaa! :-(((((


Trübe Aussichten.......











OP Bericht subtalare Arthrodese links


Schnitt: 08:49
Naht : 11:00

Dauer: 2:10


Diagnose: Subtalare Anschlussarthrose bei verheilter OSG-Arthrodese links

Operation: Implantatentfernung OSG, subtalare Arthrodese (zwei kan. 7,3mm kan. Titanschrauben, autologe Spongiosaplastik vom Resektat links

Indikation: Therapieresistente, progrediente subtalare Beschwerden, nach Infiltration subtalar 90% besser

Bericht: 2g Cephazolin. Nach dem sterilen Abwaschen und- decken erfolgt in OS-BL (350mm Hg) mit Lupenbrille (2,3x/LED) die Inzision der Narbe über dem tastbaren Schraubenkopf ventromedial und komplette Entfernung der Schraube und der Unterlegscheibe, gleiches Vorgehen dorsomedial.
Eröffnung der Narbe über dem AK und Verlängerung auf den Fußrücken über Procesus anterior calcanei. Darstellung der KF-Schraubenköpfe, welche proximal auf Knochenniveau versenkt und distal überwachsen sind, komplette Entfernung nach Entfernung der Überwachsungen mit dem schmalen Meißel. Synovialektomie im Subtalargelenk mit dem Luer ohne Infektanhalt. Einsetzen des
Arthrodesenspreizers in den Sinus tarsi und Resektion des weichen und dünnen Knorpel subtalar.
Resektion der sklerosierten subchondralen Kortikalis mit Meißeln bis vitale Spongiosa erreicht wird.
Bei präoperativem Rückfuß valgus wird medial etwas mehr reseziert bis dieser auf ca. 3° reduziert ist. Nach der dorsalen Resektion resultiert ein Spitzfuß, daher werden auch die beiden anderen subtalaren Gelenkflächen mit der Sklerose reseziert. Danach läßt sich der Fuß gut einstellen.
Einbringen eines Führungsdrahtes durch den antomedialen Schraubenkanal in den Kalkaneus. Messen, bohren und einbringen der fest ziehenden Schrauben mit 32 mm Gewinde. Perkutane Verschraubung talokalkanear in gleicher Technik unter BV. Beiden Schrauben ziehen sehr fest.
Klinisch und radiologisch Rückfußstellung 3°Valgus, 0° Extension. Osteosynthese übungsstabil. Anlagerung der Spongiosa vom Resektat im Sinus tarsi bei gutem talokalkanearem Formschluss.
Schnürsenkelnaht der Faszie, Öffnen der OS-BL, Blutstillung, Hautnaht nach Donati mit lappenferner Knotenlage. Kompressen-Watte-Verband, elast. Wicklung. Vacosplint passt bei dickem Verband nicht.

Empfehlung: Hochlagern, kein Eis, Nikotinkarenz, "Fragmin P" für die Dauer der Teilbelastung, Vitamin C 3x200mg, "Grüncef" 3x1g bis Wunde trocken, "Novaminsulfon" b.Bed., keine NSAR, 12 Wochen Vacoped: 6 Wochen 15 kg, nach Rö-Ko dann ggf. Belastungssteigerung zur Vollbelastung 7.-12. Woche.
Implantatentfernung nach frühestens 1 Jahr.